Um 1270   Nach Daubmannischer Chronik erstes Fort der Deutschordensritter
mit Kirche. Nach Hartknoch jedoch 1302.

1329        Verleihung der ersten Handfeste durch den Christburger Komtur
Luther von Braunschweig. Lokalisation der Stadt nach „Kulmer
Recht“.

1335        Verleihung der zweiten Handfeste durch den Christburger
Komtur Hartwig von Sonnenborn, 1348 erneuert.

1341        Zur Komturei erhoben durch Hochmeister Dietrich von
Altenburg. Dazu gehören die Ämter Deutsch Eylau, Gilgenburg,
Hohenstein, Neidenburg und Soldau.

1349        Beginn des steinernen Burgbaus.

1356        Ältestes Stadtwappen.

1381        Überfall der Litauer unter Fürst Kynstut. Vernichtung von Stadt
und Burg.

1400        Völlige Vernichtung der Stadt durch einen Großbrand.

1407        Errichtung der ersten Schule.

1410        Osteroder Komtur Gamrath von Pinzenau fällt in der Schlacht bei
Tannenberg.
Besetzung der Burg durch Ritter Klaus von Döhringen, der nach
Plünderung die Burg an den polnischen König übergibt.

1454        Beherrschung der Burg durch den Preußenbund.

1520        Besetzung durch Polen im sogenannten Reiterkrieg.

1525        Der letzte Komtur, Quirin Schlick, Graf von Passau, Herr zu
Weißkirchen und Elnbogen, wird erster Amtshauptmann.

1570        Kongreß des Rittertums aus Anlaß der Huldigung Friedrich
Albrechts von Brandenburg.

1592        Errichtung der Stadtschule.

1628/29   Besetzung der Stadt durch schwedische Truppen. König Gustav
Adolf in der Stadt.

1633/43   Verpfändung der Stadt an Christian Herzog von Liegnitz-Brieg.
1637 verstarb seine Gattin Anna Hedwig, geb. Freiin von Sitsch,
und wurde in der Krypta der Kirche beigesetzt.

1643/72   Verpfändung der Stadt an die Grafen Pfalz-Simern.

1654/60   Wiederholter Durchzug militärischer Einheiten durch die Stadt
im zweiten schwedisch-polnischen Krieg brachte erhebliche
Unruhe.

1708/11   Pestepidemie, 51 Einwohner sterben.

1737        Errichtung der Salzfaktorei.

1758/63   Russische Truppen unter Generalmajor Treiden nehmen
während des 7jährigen Krieges wiederholt Quartier in der
Stadt.

1788        Ein verheerender Großbrand äschert die Stadt nahezu völlig
ein.

1800        Eröffnung der Tabakfabrik.

1807        König Friedrich Wilhelm III von Preußen und Königin Luise
halten sich auf der Flucht vor französischen Truppen in
Osterode auf. Einmarsch französischer Truppen.
Napoleon nimmt Quartier in der Ordensburg.

1808        Osterode wird Kreisstadt. Bürgermeister ist Gottfried
Steffen.

1831        Cholera-Epidemie. 170 Einwohner sterben.

1834        Gründung der Osteroder Zeitung.

1845        König Friedrich Wilhelm von Preußen in Osterode.
Eröffnung der Chaussee nach Pillauken.

1846        Fertigstellung der Bergkaserne.

1851        Eröffnung der Filiale der Königsberger Bank, ab 1893 Reichs-
bank-Nebenstelle.
Erster Briefkasten in der Stadt.

1852        Fertigstellung des Oberlandkanals (Osterode – Elbing).

1857        Eröffnung der Chaussee nach Hohenstein.

1863        Höhere Töchterschule, ab 1907 Kaiserin-Auguste-Schule, ab
1911 Lyceum, ab 1930 Oberlyceum.
Gründung des Maschinenbau-Unternehmens A. Schmidt und
der Druckerei Flakowski.

1870        Fertigstellung des Bahnhofgebäudes.

1872        Eisenbahnverbindung Deutsch Eylau – Osterode.

1873        Eisenbahnverbindung Osterode -Allenstein.

1876/1926        Lehrerseminar Osterode

1877        Umwandlung der Knabenschule in die Höhere Bürgerschule,
ab 1881 Realprogymnasium, ab 1893 Gymnasium.

1878        Bau des Kreishauses.

1890        Ausbau des städtischen Straßennetzes.

1893        Namensgebung: Kaiser-Wilhelm-Gymnasium.
Erweiterungsbau der Synagoge.

1895       Gasbeleuchtung in der Stadt, Reichsbahnausbesserungswerk.

1897       Neues Postamt an der Wasserstraße.

1898       Fertigstellung der Kasernenanlage an der Hindenburgstraße.
Erste Fernsprechvermittlung mit 49 Teilnehmeranschlüssen.

1899        Zuschüttung des südlichen Drewenzarmes.

1901        Umbau des Rathaues und Erweiterung des Kreishauses.

1902        Einweihung des Bismarckturmes, Einrichtung der gewerblichen
und kaufmännischen Fortbildungsschule, ab 1920 Fach- und
Berufsschule.

1903        Bau des Wasserurmes und des Wasserleitungsnetzes.

1904        Einführung der neuen Stadtwappens.
Ausbau der Kanalisation.

1907        Umzug des Gymnasiums in den Neubau Hindenburgstraße.

1909        Einweihung des Neubaues der evangelischen Stadtkirche an der
Schillerstraße.

1912       Eröffnung des Flugplatzes.

1913       Einzug des Artillerieregiments 76 in die neue Kaserne
an der Kaiserstraße.

1914       Hauptquartier Hindenburgs in der Schule Ludendorffstraße
während der Tannenbergschlacht.

1920       Volksabstimmung in Osterode, nahezu 100prozentige
Entscheidung für Deutschland.

1921       Ostpreußenwerk AG in Osterode  (E-Werk). 1924 Großbrand
in der Kraftstation.

1925        Gründung der Automobilgesellschaft.

1926        Eröffnung der Jugendherberge in der Artilleriestraße.

1934        Bezug des Feuerwehrdepots in der Schulstraße.

1938        Eröffnung des neuen Kreiskrankenhauses.

1945        Besetzung der Stadt ohne Kampfhandlungen durch die Rote Armee
Von den nahezu 25.000 Einwohnern verblieben etwa 2.000 in der
Stadt. Nach der Besetzung wurde die Stadt durch Brandlegung zu
70 % zerstört. Die verbliebenen Einwohner wurden später nahezu
vollständig vertrieben.

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