Das diesjährige Hauptkreistreffen  der Kreisgemeinschaft Osterode/Ostpreussen fand am 14. und 15. September in Osterode am Harz statt. Ein Bericht von Burghard Gieseler:

Das diesjährige Hauptkreistreffen  der Kreisgemeinschaft Osterode/Ostpreussen fand am 14. und 15. September in Osterode am Harz statt.

Der gut besuchte Begrüßungsabend im Hotel Börgener war ein großer Erfolg. In fröhlicher Stimmung wurden alte Bekanntschaften gepflegt und neue geknüpft. Zu diesem Zeitpunkt glaubte ich noch, wir würden nach Jahren mit rückläufigen Teilnehmerzahlen nun die Trendwende schaffen …

Auf der Mitgliederversammlung wurde Klaus Masuhr aus dem Vorstand abberufen. An seiner Stelle und an Stelle des bereits im Frühjahr aus dem Vorstand ausgeschiedenen Horst Buschalsky wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt:

  1. Heinrich Hoch, der Vorsitzende der deutschen Gesellschaft „Tannen“ in Osterode und aller deutschen Gesellschaften im südlichen Ostpreußen, mit dem wir schon seit Jahrzehnten eng und freundschaftlich zusammenarbeiten. Mit seiner Wahl gelingt eine geradezu ideale Verklammerung von Ost und West.
  2. Gerd Kolakowski, auf den wir durch sein hervorragendes Buch „Elchzeit“ aufmerksam geworden waren. Mit seiner offenen, freundlichen und zugleich zupackenden Art passt Gerd Kolakowski hervorragend in unsere Vorstandsmannschaft.

Ich heiße die beiden neuen Vorstandsmitglieder herzlich willkommen und freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihnen.

An dieser Stelle sei vermerkt, dass uns Uwe Schweda schriftlich mitteilte, er könne aus gesundheitlichen Gründen die Vorstandsarbeit nicht weiter fortsetzen. Die Kreisgemeinschaft dankt Uwe Schweda für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement und wünscht ihm eine baldige Genesung, damit er wieder all die Dinge tun kann, die ihm Freude bereiten.

Der weitere Programmablauf des Hauptkreistreffens kam nun etwas durcheinander, weil die Vorführung des Masuren-Filmes von Werner Rohlmann zu spät begann und dann auch noch – was nicht abgesprochen war – für eine längere Pause unterbrochen wurde. Auf diese Weise kam es zu Schwierigkeiten mit dem Mittagessen, was einige Teilnehmer dazu bewog, zum Essen in die Innenstadt zu gehen und auf die Feierstunde zu verzichten.

Auch wenn wir auf diese Weise einige Teilnehmer verloren haben, ist dies nicht der Kern des Problems. Seit Jahren beobachten wir eine stark rückläufige Teilnehmerzahl. Wir hatten gehofft, diese Entwicklung durch ein besonders attraktives Programm stoppen zu können. Schließlich hatten wir ja den bedeutendsten noch lebenden ostpreußischen Schriftsteller, Arno Surminski, eingeladen. Doch Arno Surminski und auch die Ehrengäste – darunter der Landrat des Landkreises Göttingen und die Vertreterin der Niedersächsischen Landesregierung – sprachen vor einem Saal, der zu 90% leer geblieben war. An ausreichender Werbung hatte es im Vorfeld gewiss nicht gemangelt.

Der Vorstand hat auf seiner Sitzung am 27. September in Osterode Ostpreußen das Hauptkreistreffen 2018 gründlich analysiert und ist am Ende zu folgendem Ergebnis gekommen: Die Osteroder Ostpreußen, die die Stadthalle in Osterode am Harz in früheren Jahren bis auf den letzten Platz gefüllt haben, sind zum großen Teil verstorben und für diejenigen, die noch am Leben sind, ist die Reise nach Osterode am Harz einfach zu beschwerlich geworden. Mit Rücksicht auf unsere Mitglieder, aber auch weil unsere Kreisgemeinschaft sinnvoll mit ihren Ressourcen – also mit ihrem Geld und ihrer Arbeitskraft – umgehen muss, hat der Vorstand beschlossen, keine weiteren Hauptkreistreffen in Osterode am Harz durchzuführen. Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Aber die Entwicklung der letzten Jahre hat sie notwendig gemacht. Selbstverständlich bleibt der Sitz der Kreisgemeinschaft weiterhin in unserer Patenstadt.

Die Wahl eines neuen Standortes für unser Hauptkreistreffen werden wir von einer guten Bahnanbindung (IC oder ICE) abhängig machen, damit Sie, liebe Leserinnen und Leser, eine möglichst unkomplizierte und angenehme Anreise haben. Wir hoffen, dass wir auf diese Weise denjenigen die Teilnahme an unserem Hauptkreistreffen (wieder) ermöglichen, die sich die Reise nach Osterode am Harz in den letzten Jahren nicht mehr zugetraut haben.

Ob wir schon 2019 wieder ein Hauptkreistreffen an einem neuen Standort haben werden, lässt sich heute noch nicht sagen. In jedem Fall werden wir uns aber zu unserem traditionellen Regionaltreffen in Hamm am 26. Mai sehen.

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